
Männertreff
Freitag, 20. November 2026, 18.30 Uhr
Ref. Kirchgemeindehaus, Grosser Saal
Peter Obrist
Cortège und Parade – (fast) zweimal Fasnacht in Basel
«Die Basler Fasnacht gehört zweifellos zum Besten, was die Schweiz zu bieten hat – nicht zuletzt als UNESCO-Weltkulturerbe. Doch reicht das, um eine ausgewählte Zürcher Männerrunde zu unterhalten, die sonst hochkarätige Referenten aus Wirtschaft, Politik und Sport empfängt?
Vielleicht hilft es, dass ich neben der Fasnacht auch vom Basel Tattoo erzählen kann. Darüber habe ich ein Buch mit 100 Geschichten vor und hinter den Kulissen geschrieben (Auflage: 4’000 Exemplare). Und die Mitglieder der Harmonie Kilchberg werden nach der Basel Tattoo Parade wohl noch lange von einem Höhepunkt ihres Jubiläumsjahres schwärmen.
Dennoch zögerte ich lange, die Einladung anzunehmen. Basler gelten in der übrigen Schweiz nicht als grosse Sympathieträger und werden oft missverstanden. In Filmklassikern wurden sie häufig als verschlagen dargestellt – ein Image, das bis heute nachwirkt. Auch die Bundesratswahl 2023 lässt grüssen, selbst wenn der Fauxpas an Eva Herzog später korrigiert wurde. Für viele Eidgenossen gehört Basel gefühlt schon zu Deutschland oder gilt als Randregion.
Da habt ihr Zürcher es besser: Umgeben von bodenständigen Kantonen, pflegt ihr Schweizer Traditionen wie das Sechseläuten. Mein erster Besuch war enttäuschend, weil der Böög früh zusammenbrach, doch in den folgenden Jahren zeigte er sich standhaft. Standhaftigkeit brauche wohl auch ich – vor dieser kritischen Männerrunde, der ich mich mit gemischten Gefühlen, aber grosser Vorfreude stelle.»
Zum Referenten
Peter Obrist, geboren in Basel und stets wohnhaft in der schönen Stadt am Rheinknie. Froh, dass der Männertreff nun für alle Altersgruppen offen ist, also auch für einen 77- jährigen pensionierten Lehrer, der 38 Jahre Deutsch und Geschichte unterrichtet hat. Seit bald 60 Jahren pfeifender Fasnächtler in einer grossen Clique namens Seibi, was der baseldeutsche Name für den Barfüsserplatz ist. Im OK des Basel Tattoo seit 2006 und während 10 Jahren verantwortlich für die Betreuung der auftretenden Formationen. Schreibt seit 2015 die Texte fürs Programmheft und organsiert jeweils Backstage-Führungen mit seinem bewährten Team. Lebt unter einem Dach mit Sibyll Holinger-Henseler aus Wollishofen, die seinerzeit der Liebe wegen – aber nicht seinetwegen – nach Basel gezogen ist. Vater eines 47-jährigen Sohnes, der ihm viel Freude macht.
